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PM-Normen




 

Die Entwicklung der Projektmanagement-Normen in Deutschland ist ein Spiegelbild der historischen Entwicklung des Projektmanagements.

Alle Normen in Deutschland werden durch das «DIN — Deutsches Institut für Normung e.V.» erarbeitet. Es versteht sich selbst als Dienstleister für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft und sieht seine Hauptaufgabe darin, gemeinsam mit Vertretern interessierter Kreise konsensbasierte Normen markt- und zeitgerecht zu erarbeiten.

In den fünfziger Jahren wurden in den USA nahezu zeitgleich mehrere Verfahren der Netzplantechnik entwickelt, um Werkzeuge zur Planung und Steuerung der ambitionierten Rüstungs- und Raumfahrtvorhaben verfügbar zu machen. Dies waren die heute noch verwendeten Methoden CPM (Critical Path Method), PERT (Program Evaluation And Review Technique) und MPM (Metra Potential Method). Mitte der sechziger Jahre erkannte man auch in Deutschland das Potential der Netzplantechnik und begann 1968 mit den Entwürfen einer ersten Norm.

1970 erschien unter dem Titel «Netzplantechnik» die aus dem Entwurf hervorgegangene Norm DIN 69900. Schon der Titel zeigte, dass in den sechziger und siebziger Jahren in Deutschland die Begriffe Projektmanagement und Netzplantechnik weitestgehend synonym verwendet wurden.

Bereits 1974 wurde die DIN 69900 überarbeitet und in einen Teil 1 mit Begriffen und einen Teil 2 mit Darstellungselementen aufgeteilt. Die rasche Weiterentwicklung trug einerseits der rasanten Entwicklung des Fachgebietes Rechnung, war andererseits aber der Notwendigkeit geschuldet, ein einheitliches begriffliches und grafisches Verständnis für die Netzplantechnik zu schaffen. Teil 2 hatte in dieser Form nahezu unverändert bis 2009 Bestand.

1980 erlebte die DIN 69900:1 die nächste Überarbeitung. Es entstand die DIN 69901, die fortan allgemeine Begriffe zum Projektmanagement enthielt.

1987 wurden die Normen DIN 69902 und 69903 veröffentlicht. Sie enthielten ebenfalls Begriffsdefinitionen, und zwar zu Einsatzmitteln und Kosten, die vorher — in geringerer Form — in der DIN 69901 enthalten waren.

 
Liest man wachsende Bedeutung eines Themas an zunehmender Normierung ab, war der nächste Schritt konsequent: die Veröffentlichung der Normen DIN 69904, noch als Normenentwurf und DIN 69905 mit den Themen Projektmanagementsysteme und Projektabwicklung.

Immer noch ging es aber in der Hauptsache um Begriffsdefinitionen, dass Projektmangement nicht nur Methoden- sondern auch Sozialkompetenz erfordert, hat sich in den einschlägigen Normen noch nicht bemerkbar gemacht.

1993 erschien zunächst abseits vom Projektdenken das Buch «Reengineering The Corporation» von Michael Hammer und James Champy (Der deutsche Titel lautet: Business Reengineering), welches die alten Theorien aus der Urzeit der Industrialisierung über Arbeitsteilung, Kontrolle und Hierarchie gründlich in Frage stellte und an ihre Stelle die Prozessorientierung setzte.

Wurde dieser Gedanke zunehmend ab der Jahrtausendwende für das Projektmanagement gestaltgebend, brauchten die nunmehr 6 Normen zum Thema noch ein Facelifting durch die EN-Fassungen 2003, bis im Jahre 2009 die aktuellen Normen veröffentlicht wurden.

Diese unterschieden sich sowohl formal als auch inhaltlich gründlich von ihren Vorgängern. Sie wurden unter aktiver Mitarbeit von Fachleuten der GPM erarbeitet und enthalten konkrete und praxistaugliche Beschreibungen.

Besonders herauszuheben ist das detailreich erarbeitete und hervorragend strukturierte Prozessmodell der Projektarbeit, welches die Ideen von Hammer und Champy ideal aufgreift. Daneben gibt es ein abstrahiertes Datenmodell, auf dessen Basis sich Projektdatenbanken und Softwarelösungen erstellen oder weiterentwickeln lassen.

2013 erschien dann endlich die zweiteilige DIN 69909 mit den Definitionen und dem Prozessmodell zur Multiprojekttechnik, die sich in den letzten 20 Jahren aus der Erkenntnis entwickelt hat, dass man Projekte nicht erfolgreich steuern kann, wenn man nicht auch ihr Umfeld, insbesondere interagierende oder konkurrierende andere Projekte, im Blick hat.

Zeitleiste zur Normenentwicklung
Entwicklung der deutschen PM-Normen
Grafik: Michael Seelhöfer, 2013

Bibliografie:
Bechler, Klaus J.; Lange, Dietmar (Hrsg.): DIN Normen im Projektmanagement, Beuth-Verlag, Berlin, o.J.
DIN-Taschenbuch 166, Beuth-Verlag, Berlin, 1995
DIN-Taschenbuch 472, Beuth-Verlag, Berlin, 2. Auflage, 2013
Hammer, Michael; Champy, James: Business Reengineering, Campus, Frankfurt/Main, 1994
 

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Preisliste zu Excel, Access, Project, VBA, InLoox, Crystal Reports, Zeit- und Selbstmana-gement und Projektmanagement.

Beratung, Projektierung und Unterstützung zur Migration von Access-Datenbanken im Format 2003 oder früher auf 2007, 2010 oder 2013.

Michael Seelhöfer | Lehren und Beraten
 
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